Mittwoch, 10.01.2024

Heute werden uns die WoMos präsentiert. Relativ neue Autos, mit dem Nötigsten ausgestattet, Automatikgetriebe. Nachdem alle Verträge abgeschlossen sind fahren wir mit dem Bus nach Pretoria.

Der Name der Stadt geht zurück auf den Gründer, der diesen zur Ehre seines Vaters ausgesucht hat. So ist dem Herrn Pretorius ein Denkmal gesetzt.
Leider regnet es schon wieder.

Die Stadt wurde 1855 gegründet. Sie ist etwas älter als Johannesburg, liegt auf ca 1300 m Höhe und hat deswegen ein freundlicheres Klima. Heue leben hier 3,2 Millionen Einwohner auf einer recht großen Fläche. Zur Gründungszeit hat man im heutigen Bürgerpark noch Löwenjagden abgehalten! 

Wir sehen den sog. Kirchplatz, dessen Kirche schon 1904 abgerissen wurde. Prachtbauten säumen den Platz und mitten drin ein Denkmal für Herrn Krüger, den Namensgeber des Nationalparks. Zu seinen Füßen Figuren der vier Vortrekker-Führer. Rund um den Platz Prachtbauten im Stil des 19. Jahrhunderts, Gericht, Bank, Café (für die Damen), die Bar (für die Männer).

Weniger Industrie, vielmehr Militär und Botschaften, also diplomatische Vertretungen aus aller Welt haben hier ihre Standorte.

Schöne Baumreihen säumen die Straßen im Diplomatenviertel, eine Jakarantaallee, die heimischen Akazia coru und weißes Strukturholz, Magnolie grandiflora und andere, deren Namen ich schon vergessen habe.

Kurzer Fotostopp am Melrose-House, in dem der Friedensvertrag zwischen den Enländern und den Buren geschlossen wurde.

Wir fahren vorbei an einem wildtierärztlichen Klinikum.

Von Ferne ist die Uni of SA zu sehen. 380.000 Studierende werden dort ausgebildet.

Ein Höhepunkt der Stadtbesichtigung ist der Besuch bei Nelson Mandela. Die neun Meter hohe Figur steht unterhalb des Gebäudes des Parlaments, in dem die Union besiegelt wurde und auch heute noch tagt. Mandela hat einen tollen Blick über die Stadt und wird von vielen Menschen besucht.

Nach der Mittagspause besuchen wir das Vortrekker-Monument. Es hat baulich große Ähnlichkeit mit dem Leipziger Völkerschlacht-Denkmal. Beim Besucher entsteht der Eindruck einer Parallität zwischen der Eroberung in Nordamerika durch die Europäer. Hier wurden allerdings nicht die eigentlichen Ureinwohner vertrieben. Dies sind nämlich die sog. Buschleute, die ihrerseits schon vor dem Eintreffen der Europäer von den Einwanderern der schwarzen Bevölkerung aus dem nördlichen Afrika vertrieben wurden. Diese wiederum wurden von den Europäern kolonisiert und vertrieben. Das Denkmal wurde insbesondere in Erinnerung an die gewonnene Schlacht am Blutfluß errichtet. Hier wurden 76 Ochsengespanne der Vortrekker zu einer Wagenburg gebaut und den Angriffen der Schwarzen Bevölkerung entgegen gestellt.

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