Mo, 15. Januar 24, Krügerpark, Camp Letaba

Heute sehen wir schon um 8 Uhr eine größere Elefantenherde mit vielen Jungtieren. Ebenso Streifengnus, eine große Zebrafamilie und Büffel. Giraffen schauen wieder auf uns herab, noch eine Elefantengruppe mit einem sehr jungen Tier in der Mitte. Es wird gebadet und mit Wasser gespritzt, auch Sand wirbelt durch die Luft, es ist eine Freude, dabei zuzusehen.

Nach der Pause beim Camp Olifants geht es genauso weiter – Giraffen, Wasserböcke, Impalas, Zebras, Elefanten. Das klingt langweilig aber genau dies ist es nicht, sondern sehr unterhaltsam. Zum Abschluss des heutigen Tages sehen wir noch Nester von Webervögeln, Zebras, die kleinen Vögeln eine „Mitgehgelegenheit“ auf dem Rücken bieten.

Heute übernachten wir im Camp Letaba.

Auf dem Platz lebt eine große Gruppe Meerkatzen, affenartige Tiere, recht frech. Sie machen sich einen Spaß daraus, alles mögliche weg zu schleppen, Deckel zu öffnen usw.

Abends im Camp wird von Uwe der große Grill angefeuert und gemeinsam gegessen. Anke spendiert ein Gläschen Amarula-Likör, eine Südafrikanische Spezialität.

Irgendwann fragt jemand in die Runde, wo denn Dieter sei, ob einer ihn gesehen hat. Großes Rätselraten, Dieter ist nicht da. Nun beginnt die Aufregung, da er sich auch nicht gemeldet hat, nicht eingecheckt usw. Uwe, Anke und Rafik erleben eine heftige Nacht mit großer Unruhe. Die Parkleitung wird kontaktiert, die Womo-Vermietung, am nächsten Morgen die Deutsche Botschaft, die Polizei. In allen Womos ist ein Ortungssystem installiert und diese Abfrage ergibt die Nachricht, dass das Auto außerhalb des Parks stehe. Szenarien entstehen, was alles passiert sein könnte. Kidnapping etc. – es ist schrecklich. Gott sei Dank kann man auch feststellen, welche Strecken Dieter gefahren ist. Die letzte Fahrt endet an einem sog. Loop, kurze oder längere markierte Abstecher von der Hauptroute mit oft sehr schönen Ausblicken. Ranger fahren dorthin und finden Dieter wohlbehalten in seinem Womo. Er hatte sich im Sand festgefahren und dazu noch einen Plattfuß. Dazu kein Netz, so dass er keine Hilfe rufen konnte. Der Hubschrauber, der normalerweise täglich über den Park fliegt, war am Sonntag schon durch und ist am Montag nicht geflogen. Dieter ist brav im Womo geblieben, alles Andere wäre lebensgefährlich geworden. Er hatte genug Wasser und Lebensmittel und ein Kreuzworträtselheft! und hat die beiden Tage gut überstanden. Wir waren alle heilfroh, dass diese Aktion so glimpflich zu Ende ging.

Für mich erschreckend, dass der Reiseleitung selbst nicht mal aufgefallen ist, dass ein Teilnehmer schon zwei Tage nicht gesehen wurde!!!

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