Mo, 22.01.24, Maun, Safari im Okawangodelta

Früh aufstehen ist angesagt, um 5.45 Uhr werden wir auf Jeeps verteilt und ins Okawangodelta gefahren. Es ist noch ein wenig kalt, der Fahrtwind wäre tagsüber sehr willkommen, aber heute morgen mummeln sich alle in die warmen Jacken ein.

Gleich am Eingang zum Moreni Game Reserve sehen die Ranger frische, deutliche Löwenspuren im Sand! Alle sind wie elektrisiert und hoffen auf den „Schuss“, zücken die Fotoapparate. Leider vergebens. Außer Spuren nichts gefunden.

In rasanter Fahrt geht es kreuz und quer durch das Naturschutzgebiet. Riesige Wasserlachen sind zu durchfahren, oftmals gibt es einen Baypass. Immer auf der Suche nach dem Löwen sehen wir die üblichen Tiere, Impalas, Elefanten, Giraffen, Zebras. Ein paar Schildkröten kreuzen schnell den Weg.

Gegen 9.30 Uhr wird an einem Rastplatz (mit Toiletten) ein Frühstück aufgebaut. Leckere Sachen für jeden Geschmack  werden angeboten. Gestärkt fahren wir weiter auf Löwensuche kreuz und quer.

Irgendwann ist Lunchtime – mitten im Busch wird wieder eine Tafel aufgebaut. Salate, Hähnchenschenkel, Käse, Brot, Säfte – wir werden lecker satt!

Unser Guide scheint zu verzweifeln, will er uns doch endlich den Löwen „servieren“. Er fährt durch unwegsames Gelände und auf einmal……. macht es pfuuuuuf. Ein sehr spitzes Altholzteil hat im Reifen ein Loch und damit einen Platten verursacht. Kein Problem. Mit afrikanischer Gelassenheit macht sich Kilo, unser Guide, an den Reifenwechsel. Wir müssen natürlich aussteigen und haben den Nervenkitzel, weil ja überall ein Löwe oder ein Gepard auf Futter warten kann.  

Auf dem Weg zurück breitet sich ein wenig Frust aus – wir hätten so gern einen oder viele Löwen gesehen.

Und wir werden belohnt!!! Eine Löwendame liegt in Abstand zu einem Wasserloch und wartet auf ihr Abendessen! Die Fotoapparate klicken, die Dame ist gelangweilt und legt sich wieder schlafen.

Nach diesem Höhepunkt geht es sehr rasch zurück ins Camp. Es sind knapp 100 km und der Guide fährt mit atemberaubendem Tempo und sehr funzeligem Licht über die schlechte Fahrbahn. Es gruselt uns und wir sind froh, dass wir heil und ohne Unfall ankommen.

Zurück im Camp ist meine Wäsche fertig und wir lassen den Tag froh und glücklich ausklingen. Wir haben den Löwen gesehen!!!

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