Die Fahrstrecke heute sind mit ca 500 km angegeben und so fahren wir zeitig los. Die Straße ist schnurgerade, langweilig, weil nix passiert. Rechts Wiese, links Wiese, rechts Wiese, links Wiese – ich fühlte mich an die Radtour an der Oder entlang erinnert. In regelmäßigen Abständen sehen wir Schilder, die davor warnen, dass Elefanten, Springböcke, Hyänen und oh Wunder, Menschen die Fahrbahn queren.




Ab und zu mal ein paar Hütten oder eine Ansiedlung hinter den Büschen. Inzwischen sind vielerorts die traditionellen Rundbauten viereckigen Häusern mit Blechdach gewichen. Das erscheint mir als Verlust. Ich stelle mir vor, dass diese Blechhütten sich viel schneller aufheizen und das Schlafen darin kein Vergnügen ist. Im Prinzip werden die umbauten Räume nur zumSchlafen genutzt, das Leben tagsüber findet draußen statt. Gekocht wird draußen, die Toiletten stehen am Rand des eingezäunten Grundstücks. Wenn die Latrine gefüllt ist, wird einfach daneben ein neues Loch gegraben und das Häuschen versetzt.



Viele viele Menschen sehen wir, die mit gleichmäßigem Gang endlos weit gehen. Auch die Schulkinder marschieren Strecken, entweder zur Schule oder zur Bushaltestelle. Da gibt es keine Eltern, die mit dem SJV den Sprößling bis ins Klassenzimmer fahren.
Kurz vor dem Camp statten wir dem Hoba-Meteoriten einen Besuch ab. Dieser riesige Eisenbrocken ist weltweit der größte und vor ca 80 000 Jahren vom Himmel gefallen. 1920 wurde er vom Bauern der Hoba-Farm entdeckt. Das Teil besteht zu knapp 83 % aus Eisen, 16 % aus Nickel und 0,76 % aus Kobalt, wiegt rund 60 Tonnen, 3 Meter lang und zwischen 55 cm und 100 cm stark. Beeindruckend!!! Als Veronique hört, dass die Region unter einer Dürreperiode leidet versucht sie, mit Hilde des Meteoriten um Regen zu bitten. Und siehe da, ein paar Stunden später kommen heftige Gewitter mit Sturzregen!

Die Guide erklärt uns alles genau und hat viel Spaß mit uns. Ein paar Brocken Deutsch spricht sie neben anderen Sprachen und wir bekommen eine Vorführung der Klicksprache ihres Stammes.



Das Camp Meteorite wird von Buren geführt und wir bekommen dort ein Kuga-Abendessen. Als Hauptgang gibt es Eland-Steak, Fleisch einer sehr scheuen Antilopenart. Sollte ganz gut schmecken. Und zum Dessert gab es den heimischen Malvapudding, ein Art Brownie serviert mit etwas Vanilleeis. Der schöne Abend ging dann leider sehr schnell und sehr naß zu Ende. Schutzsuchend vor dem heftigen Regen können wir die Wohnungseinrichtung der Gastgeber besichtigen. Edel, etwas altmodisch, aber gediegen.