Zunächst müssen wir nochmal nach Katima Mulilo, weil wir ja am Samstag keine Simkarten mehr bekommen haben. Es ist etwas mühsam, aber mit vereinten Kräften schaffen es alle, ihre Sim-Karte auch zu aktivieren und die vielen GB hochzuladen. Leider müssen wir diese alle verbrauchen, da sie nur bis zum 5. Februar Gültigkeit besitzen.
Während wir warten, dass alle bereit zur Weiterfahrt sind, sprechen wir mit einem jungen Mann, der den Straßenrand mit einer Hacke bearbeitet. Er hat Hunger, erzählt er und ich schmiere Brote, für ihn und für einen Jungen, der ebenfalls hungrig mich anspricht. Sie teilen das Wenige und essen sehr langsam und genußvoll.
Teilweise sehr genervt fahren wir endlich gegen 13 Uhr los. Die Strecke hat ganze drei Kurven, ansonsten ist sie schnurgerade und sehr langweilig. Warnschilder sehen wir regelmäßig, Elefanten, Springböcke und Hyänen sollen die Fahrbahn kreuzen – aber nix passiert.
Irgendwann biegen wir mal links ab in einen Sandweg, der zum nächsten Dorf führt. Vorbei an den typisch afrikanischen Hütten fahen wir bis kurz vor die Schule durch den Sand. Es ist Unterrichtsende, viele, sehr viele Schüler in blauen Hemden und Blusen strömen uns entgegen. Durch das erforderliche Bremsmanöver bleiben wir im Sand stecken, oh je, diese Erfahrung hatten wir doch schon mal. Die Kinder sind begeistert, dass was aufregendes passiert und helfen sogar, das Womo wieder aus dem Sand zu schieben!!! Mit viel fröhlichem Winken werden wir verabschiedet.


Weiter auf der Strecke steht eine Frau, die Gebackenes anbietet, pro Stück einen NamibiaDollar, das sind 50 Eurocent. Während unserer Pause werden wir von ein paar Jungs beob- bzw. begutachtet. Sie freuen sich über ein wenig Obst und Nüsse und lassen sich gerne fotografieren.





Diese Gegend ist sehr geprägt durch Armut, die ärmsten Gegend in Namibia. Die Straße führt ja mehr oder weniger an der Grenze zu Angola entlang, hier gibt es keine Industrie, nicht wirklich Ackerbau. Maisäcker sind für den eigenen Bedarf angelegt.

Nach dieser endlosen eintönigen Fahrt kommen wir zum Camp Popa Falls. Hier stehen wir nett unter Bäumen.


Am Abend gibt es wieder ein gemeinsames Essen von sehr unterschiedlicher Qualität.