Mo, 05.02.24, Etosha – Khorixas

Der Sonnenaufgang ist grandios. Um sechs Uhr ist es noch dunkel, fünf Minuten später ist der Himmel glutrot und die afrikanische Sonne macht sich auf den Weg durch den Tag. Postkartenschön!!!

Wir verlassen den Naturpark. Natürlich wird kontrolliert, ob wir Fleisch und Fleischerzeugnisse transportieren. Als ich der Beamtin erkläre, dass ich Vegetarierin bin nickt sie verständnisvoll. Trotzdem schaut sie in den Kühlschrank und stellt grinsend  fest: only Beer – im Gefrierfach.

Die Straße ist wieder endlos langweilig, schnurgerade führt sie uns nach Outjo. Im Dorf gibt es einen Bäcker, der sich auf deutsche Backwaren spezialisiert hat. Also frühstücken wir mit Zimtschnecken. Lecker!

Der Supermarkt wird auch eifrig frequentiert und passend für die Touristen sitzen am Wegrand afrikanische HänderInnen, barbusig, mit den Kindern auf der Decke und bieten handgearbeitete Souveniers an. Es wird gehandelt und zum Preis gibt es das Angebot eines Fotos.

Wir sind im Damara-Land, ein Begriff aus der Kolonialzeit, heute nicht mehr politisch korrekt. In der Region Kunene, wie es heute heißt, gehört das kommunale Land den Damara, die keinen individuellen Grundbesitz kennen. Landwirtschaft ist nur sehr gering möglich, große Gebiete sind an Safari-Unternehmen vergeben, die den Damara und anderen Volksstämmen Geld dafür geben. 

Wir drehen eine Runde durch das Dorf und dann wieder auf die Piste. Vingerklip ist das nächste Ziel. Eine Felsnadel, 35 m hoch tront sich auf einem Berg. Wurde vor unsgefähr zwei Millionen Jahren durch den Fluß Ugab ausgewaschen. In dieser kargen Landschaft liegt eine super schicke Lodge.

Für zwei Nächte sind wir nun hier im Camp Khorixas Igowati Country-Hotel. Wir sind froh über den Baumschatten der Stellplätze.

Heute soll es ein Dinner zum Sundowner für uns geben. Warum sagt man nicht einfach Sonnenuntergang? Jedenfalls werden wir mit Kleinbussen auf einen Hügel gefahren. Dort ist eine Festtafel gedeckt, wunderbar und luxuriös. Begrüßt werden wir mit dem traditionellen Likör, Amarula genannt. Es gibt leckere Fingerfood als Vorspeise. Gerade als wir die Köstlichkeiten auf dem Teller verspeisen wollen, beginnt es zu regnen und ein Gewitter beginnt. Alles rennt um dem Regen zu entgehen, das klappt natürlich nicht und wir werden plitscheplatsche naß. Im Bus ist die Stimmung super, wir singen den Schlachtruf, Amarula, Rula, Rula, Rula und anschließendem Triller.

Wir treffen uns nach dem Trocknen und Umziehen im Restaurant, um den Abend zu einem Abschluss zu bringen. Und, oh wunder, trotzdem es keinen Strom gibt, schaffen es die Menschen hier, ein leckeres Essen zu produzieren!

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