Von Windhoek aus kommt zunächst eine gut ausgebaute Straße bis Rehoboth. Danach beginnt die Rallye auf einer Holperstrecke. Die äußerst kurvenreiche Straße geht Bergauf und -ab, immer durch Trockenflußbetten und wieder hoch. Alles rappelt und klappert im Womo und eine sehr lange Staubfahne zeigt an, wo der Vorausfahrende gerade um die Kurven zieht. Wir sind in der trockenen und heißen Gegend Namibias. Es wächst nicht viel am Wegesrand, die Berge ringsum sind felsig und kahl.




„Mein“ Osmand zeigt mir bei Klein Aub einen Rastplatz. Connys Coffee wird betrieben von einem Deutschnamibier, eine Oase in der Landschaft. Er bewirtschaftet nur einen Hektar Land, nicht wirklich eine Farm. Den Lebensunterhalt verdient es sich mit der Bewirtung von Touristengruppen. Er zelebriert afrikanischen Kaffee aus den verschiedenen Regionen und in den verschiedenen Geschmacksrichtungen von Stark bis mild. Kreativ kocht er zB mit einer Kochkiste, dadurch unabhängiog von Strom, der ja nicht immer zur Verfügung steht. Er nimmt sich viel Zeit um uns so einiges aus der Historie und aus der Gegenwart zu erzählen. Interessant fand ich die Darstellung seines Lebens. Aufgewachsen in der Apartheidszeit hat er diese „Kultur“ als völlig normal empfunden. Erst durch seine Reisen in alle Welt wurde ihm wirklich klar und bewusst, dass Apartheid nicht das A und O im Zusammenleben der Menschen sein kann. Nach acht Jahren in Hamburg überkam ihn die Sehnsucht nach Afrika und seither lebt er hier.
Zu Zeiten des Kupferabbaus war die Ansiedlung ein kleines Dorf mit Tankstelle, Lebensmittelladen und Infrastruktur – heute ist davon nichts mehr zu spüren und zu sehen.
Zwischenstopp in Solitär. Tankstelle, Bäckerei, ein kleiner Lebensmittelshop und Autoreparaturwerkstatt – das Wichtigste eben.




In Sesriem angekommen stehen wir zwar unter einem Baum, aber dennoch in der Sonne. Strom für die Klimaanlage gibt es leider nicht, also ist Schwitzen angesagt. Der Platz ist sehr sandig, großzügig angelegt. Das Camp heißt Dead Valley, der Name ist Programm.
