Mi, 14.02.24, Auf dem Weg nach Keetmannshoop

Die Unzufriedenheit mit der Reiseleitung und dem Programm der Reise verstärkt sich. Gestern Abend kam noch eine Whats App Nachricht, in der von einer schönen Nudelparty gesprochen wurde. Hä? Keiner von uns wusste davon. Dazu kommt die mangelnde Organisation. Dr. Uwe schiebt alles auf Rafik, der Arme ist wie ein Sklave und schuftet den ganzen Tag.

Rafik ist ein Allroundtalent, immer freundlich, aktiv und versucht alle Probleme zu lösen. Die Womos sind ja in einem schlechten Zustand und erfordern ständig kreative Reparaturen. Rafik kriegt nahezu alles wieder hin.

Wir sind für die heutige Tagesetappe um 8 Uhr los gefahren. Die Tankuhr zeigt knapp halbvoll und es sind nur 168 km. Sieben Kilometer vor dem Ziel ist der Diesel alle und wir stehen am Straßenrand. Ein 4×4-Jeep mit einer Kuh auf dem Anhänger hält an und will helfen. Dankbar nehmen wir das Angebot an. Uwe hat unseren Hilferuf gehört und erscheint mit 5 Liter im Kanister. Kurt fährt nun eilends den Einheimischen nach und erklärt, dass wir schon gerettet sind.

Das Camp Pappot Campsite ist eine Enttäuschung und dieser Frust entlädt sich in handfestem Geschimpfe. Es ist ein sandiger Hof ohne echte Infrastruktur mit textilen Dächern (nicht genügend für Alle) unter welche die Womos nicht wirklich passen.  Frau Henriette spricht ein wenig Kauderwelschdeutsch, ist sehr freundlich und bemüht und äußerst dick. Ebenso Mann und Tochter. Der Shop entpuppt sich als Flohmarkt-Geschäft, in dem es wirklich alles gibt, von Hausrat über Second-Hand-Klamotten bis zur Schuluniform.

Unter unserem Dach ist etwas Schatten und auf einmal sitzt eine große Gruppe bei uns und trinken den Wein, den Gerard und Veronice aus ihrem Vorrat kredenzen.

Abends gibt es ein Drei-Gang-Menue mit Oryx-Steak, vielen Salaten und Gemüse und Kartoffeln. Zum Nachtisch Eis aus eigener Herstellung.

Über Nacht wird Strom und Wasser abgestellt, besonders ärgerlich bei den Toiletten

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