Pünktlich um 09.00 Uhr fährt unser Bus zur Stadtrundfahrt los. Heute haben wir Glück und einen kompetenten Reiseleiter! Die Fahrt geht eigentlich direkt aus der Stadt raus, Richtung Kap der Guten Hoffnung. Wir fahren durch das deutsche und das englische Viertel. Die Jahrzehntelange Apartheid hat diese Viertel geprägt, das ist heute noch zu spüren, weil ein Großteil der farbige Bevölkerung sich diese Wohngegend schlicht nicht leisten kann.



Zwischenstopps mit wunderbaren Aussichten auf die Bucht unterbrechen die Fahrt bis wir endlich am Kap ankommen. Hier treffen sich die Touris aller Nationen für das erforderliche Beweisfoto. Eine kurze Strecke weiter gelangen wir zum Startpunkt der Standseilbahn, welche uns zum Gipfel der Glückseligkeit hochbringen soll. Die Aussicht ist grandios – dafür lohnt sich das lange Anstehen für die Auffahrt. Wer besser zu Fuß ist als ich, schafft den Auf- und Abstieg in der genehmigten Zeit.


Weiter geht’s zur „falschen Bucht“, die Ostseite der Halbinsel. Hier herrscht ein ganz anderes Klima, angenehmer im Cap-Sommer und mit mehr Niederschlägen. Hier wohnt das alte Geld inmitten schöner, prächtiger Parkanlagen!
Mittagessen bekommen wir in einer Touristen-Abfütterungsanlage mit schöner Aussicht. Dann endlich besuchen wir die Brillenpinguine. Leider ist die Population sehr gefährdet. Zur Eiablage benötigen die Pinguine den Möwenkot. Dieser jedoch wird abgeschabt und als Guano- Dünger für den Garten vermarktet. Das Ökosystem kommt durch den menschlichen Eingriff durcheinander. Wir erfreuen uns an den seltsamen Vögeln, die nicht fliegen können und ihre Eier im Stehen ausbrüten.



Und schon geht es weiter, wieder zurück nach Kapstadt und zum Signalberg. Wieder eine grandiose Aussicht auf die Stadt und die Gefängnisinsel Robben Island, wo Nelson Mandela so viele Jahre inhaftiert war.



Viel später als geplant sind wir fix und alle im Hotel und legen uns erstmal hin, um die Beine auszustrecken. Den Absacker trinken wir in der Hotel-Lobby.