Mittwoch, 02. Oktober 2024
Wir starten früh Richtung Frankreich, denn wir wollen eine größere Strecke bewältigen. Nur von einer Frühstückspause unterbrochen suchen wir in Vienne, ca 30 km hinter Lyon, nach einem Übernachtungsplatz. Leider sind alle ausgewiesenen Stellplätze belegt. Wir parken auf einem Sportparkplatz und richten uns für die Nacht ein. Eine junge Mutter macht uns sehr freundlich und auf deutsch darauf aufmerksam, dass es hier keinerlei Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gebe. Da wir zum Abendessen Wein getrunken und zur Verdauung einen Mümmelmann können wir nicht mehr woanders hin und schlafen gut und ruhig.

Donnerstag, 03. Oktober 2024
Wir kommen nach mehr als 1000 km Fahrt ca 15 Uhr in Argeles sur Mer auf dem Campingplatz Roussiallance an und werden freudig begrüßt von Martina und Bernd. Zum Willkommen gibt es einen Aperol mit Sekt und ein leckeres Abendessen. Wir sitzen draußen und genießen den Abend mit den Freunden. Wir spielen Sieweström, Manfreds Lieblingsspiel, welches alle Freunde lernen müssen;))


Freitag, 04.Oktober 2024
Zuerst bereiten wir heute einen Hefeteig, der im Kühlschrank gehen kann, wohin er will;) Dann radeln wir nach Collioure. Ein netter, malerischer Ort direkt am Meer. Zwei Burgen bewachen den Ort und die zahlreichen TouristInnen, die durch die Gassen der Altstadt bummeln. Es geht uns so gut, mit Blick aufs Meer in der Sonne sitzen und Pastis trinken – französische Lebensart pur!!!
Wieder zurück gibt es Pizza aus dem OmniaOfen und Salat und leckeren Wein von der Ahr. Es weht ein kalter Wind und wir genießen die Wärme im Womo bei intensivem Gespräch über die Welt, die Politik und die Kriege, die uns Sorgen bereiten. Durchaus kontrovers diskutieren wir die Weltlage und unsere Gefühle und Meinungen dazu.









Samstag, 05. Oktober 2024
Da heute Markttag in Collioure ist radeln wir früh los, denn wir hoffen auf das Superschnäppchen. Gemüse wollen wir auch besorgen und vor Allem Austern schlürfen:)
Groß ist die Enttäuschung, als wir feststellen müssen, dass heute gar kein Markttag ist, sondern morgen in Verbindung mit einem Antikmarkt. Wir stärken uns mit einem Petit Dejeuner mit Café au Lait und Croissant für den Rückweg.
Dafür ist heute Markt in Argeles sur Mer!! Also zurück über die Steilstrecke zum Centre Ville Argeles. Ein kleiner Wochenmarkt entschädigt uns ein wenig. Es gibt sogar vegetarische Paella und gegrillte Hähnchen, so daß für alle das Abendessen gesichert ist.






Eigentlich wollen wir den Nachmittag am Strand verbringen, aber der doch recht heftige Wind ist kühl und die Sonne lacht zwar freundlich, wärmt aber nicht so gut. So setzen wir uns ins Womo, chillen ein wenig und die Männer schauen Sportschau. Unser Abendessen ist schnell bereitet da wir noch genug Paella haben.
In unseren Erinnerungen entdecken wir Gemeinsamkeiten. Bernd und Manfred haben sich beim Spülen die Liedermacher der 70er Jahre ins Gedächtnis gerufen und wir hören dank Internet die Limericks und Lieder von Insterburg& Co und andere Musik aus der Zeit. Zur ausgelassenen Stimmung trug sicher auch der Mümmelmann bei;)
Wir starten gegen 10 Uhr Richtung Figueres. Leider führt uns das Navi nicht wie gewünscht am Meer entlang. So drehen wir eine Ehrenrunde um auf die gewünschte Straße zu kommen. Ein letzter Blick von oben herab auf Collioure und weiter die Serpentinen hoch. Unterwegs erfreuen wir uns an einer Platanenallee. Sehr alte Bäume mit dicken Stämmen säumen die Straße. Fotostops an markanten Punkten. In Spanien angekommen erinnert eine kleine Gedenkstätte in Portbou an Walter Benjamin, den Philosophen. Dieser hat sich aufgrund einer Falschmeldung das Leben genommen. Es hieß 1940, dass die Grenz gesperrt würde. Benjamin war vor den Nazis nach Frankreich geflüchtet und wollte weiter nach Spanien.





Sonntag, 06.10.2024
In Figueres finden wir einen Parkplatz in der Nähe zum Dali-Museum. Das Museum zeigt eindrucksvoll die Schaffenskraft des Künstlers. Wir entdecken viele interessante und nicht so bekannte Grafiken des Malers

Nach soviel Input brauchen wir eine Pause und schlendern ein wenig durch die alten Gassen, trinken ein Gläschen Wein.

Zum Abendessen gibt es Salat, Poularde in Weißweinsoße mit Reis und viele Gespräche. Satt und zufrieden beschließen wir den Abend.
Montag, 07.10.24
Wir reisen weiter mit dem Tagesziel Tasso de Mar, direkt an der Küste. Ein bezaubernter Ort, malerische Altstadt. Die Stadtmauer ist nahezu vollständig erhalten und lädt zum Bummel ein. Hoch oben grüssen die Reste einer Burganlage. Nach soviel spazieren haben wir uns ein leckeres Essen verdient. Es gibt u.a. eine katalanische Spezialität mit überbackenem Fisch, Kartoffeln und Knoblauchgemüse.
Nachdem der Stellplatz in der Nebensaison kostenlos ist, beschließen wir, hier zu übernachten und ab morgen dann Barcelona zu erobern.
Dienstag, 08.10.24
Tanken und Einkaufen sind rasch erledigt und wir fahren nach Barcelona. Es klappt alles wunderbar, relativ wenig Verkehr und wir finden den Stellplatz hoch oben auf dem Montjuic mit tollem Blick auf die Stadt

Schnell die Räder ausladen und runter in die Stadt. Die Rambla ist wie immer gut besucht. Leider stört eine Riesenbaustelle die Flaniermeile. Also erstmal einen Blick in den Innenhof ……., dann in die Markthalle. Hier bekommt Manfred seine Austern!





Leider ist das Nachmittagsangebot deutlich reduziert. Wieder zurück radeln – der Berg ist sehr steil geworden inzwischen;(
Wir beschließen den Abend mit Sieweström, Wein und Mümmelmann.
Mittwoch, 09.10.24
Unsere Bordbatterien geben den Geist auf. Das ist nervig, weil die Freistehmöglichkeiten dadurch sehr begrenzt werden. Also erstmal den ADAC angerufen. Die Hilfe kommt sehr spät per SMS. Inzwischen sind Manfred und Bernd mit dem Womo zum Boschdienst in die Innenstadt gefahren. Das ist ein ziemliches Risiko, weil es sehr strenge Umweltauflagen gibt und Verstöße mit bis zu 200 Euro bestraft werden. Der Boschdienst hat keine passenden Batterien hilft jedoch bei der Suche nach einer Werkstatt. Diese baut zwei neue Batterien ein, teuer, sehr teuer. Was solls, der Urlaub wäre sonst doch sehr stressig.





Martina und ich überbrücken die Wartezeit mit Gespräch, Kaffee und einer Vesper. Leider gibt es ein weiteres Problem mit dem Auto weil der linke hintere Blinker nicht funktioniert, Auch intensive Fehlersuche bringt keinen Erfolg.
Zum Abendessen kochen wir ganz exklusiv Spaghetti Bolognese bzw. mit Gorgonzolasauce. Die Sonne geht spektakulär hinter den Hochhäusern der Stadt unter und wir spielen wieder, natürlich Sieweström!
Donnerstag, 10.10.24
Heute fahren wir nochmal in die Altstadt, das gotische Viertel besuchen. Eindrucksvoll die Kirche. Der sehr große Chorraum ist durch einen Lettner vom gewöhnlichen Volk abgetrennt. Diese Lettner gab es in nahezu allen Kirchen und wurden später entfernt, weil man die Trennung von Klerus und Volk nicht mehr für zeitgemäß hielt. Die alten Häuser ringsum sind ein Touristenmagnet, schön anzusehen. Natürlich gibt es den üblichen Tand in beinahe jedem Geschäft.
Eine Miniradtour am Strand entlang bis zum silbernen Fisch, welcher sozusagen als Nebenprodukt für die Olympiade entstanden ist. Viele interntionale Architekten waren gefragt für einen spektakulären Entwurf. Und der nicht gefragte Stararchitekt Geery hat den Fisch entworfen, der nunmehr zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Zurück schlendern wir durch den alten Stadtteil Barcelonetta auf der Suche nach Tapas.
Weiter führt uns der Bummel zur Boqueria, der Markthalle. Viele Touristen schlängeln sich durch die Gänge und dies zeigt sich auch am Angebot. Vorbei ist die ursprüngliche Atmosphäre. Hier wird inzwischen das Angebot auf die Touristenwünsche angepasst. Trotzdem finden wir noch ein Fischangebot, welches das Wasser im Mund zusammenfließen lässt. Vier Doraden landen entschuppt und ausgenommen in unserem Beutel.







Zum Abschluss des Besuchs wollen wir Columbus enen Besuch abstatten, leider verhindern dies viele Stufen und ein hoher Eintrittspreis.
Nachdem wir wieder die steile Strecke den Berg hinauf geschafft haben gönnen wir uns einen Blick hinunter auf die Stadt und den Kolumbus und sind einhellig der Meinung, dass es so viel besser war.




Unser abendliches Festessen sprengt beinahe die Kapazität der verfügbaren Pfannen;)
Freitag, 11.10.24 Bodega 24
Als Übernachtungsplatz haben wir uns einen Stellplatz bei einer sog. Bodega ausgesucht. Dieser liegt inmitten von Orangenhainen. Der Weg dorthin ist ein rechtes Abenteuer. Das Navi führt uns in eine schmale Straße, relativ unbefestigt. Das angepeilte Haus ist verschlossen und nur Hunde regen sich über unsere Ankunft auf. Was tun? Manfred vertraut dem Navi und fährt weiter in die Obstplantage hinein. Seeeehr schmaler Weg, an den Seiten jeweils ein tiefer Graben, sehr scharfkantig angelegt, so dass ein Ausrutscher abwärts einen Totalschaden verursachen würde. Ohje, auch Wenden wird zum Lotteriespiel, weil für unser großes Womo einfach nicht genug Platz ist. Manfred weiß sich keinen anderen Rat, als zwischen die Reihen der Orangenbäume zu fahren. Dabei brechen Äste ab und das Womo bekommt neben dekorativen Streifen an den Seiten auch am Heck einiges ab. Vorsichtig fahren wir wieder raus auf die nächste befestigte Straße und Martina gibt den entscheidenden Hinweis für den richtigen Weg. Natürlich ist der Stellplatz ausgebucht. Ein holländisches Paar hat sich hier vor ca. drei Monaten niedergelassen und der Stellplatz gilt nur als Parkplatz für die Gäste der Weinproben und Tapasabende. Wir dürfen uns im Hof für die Nacht einquartieren. Die Weinprobe ist ausgebucht, aber wir kaufen einfach ein paar Flaschen des teuren Edelweines. Wegen dem Stress haben wir keine Fotos gemacht. Erst am Abend beim Essen wurde ein Foto gemacht.

Samstag, 12.10.24
Glück im Unglück: Der Niederländer ist Autoelektriker und repariert den ausgefallenen linken Blinker am Womo. Als Entlohnung nimmt er nur eine gute Bewertung bei CamperKontakt!
Wir ziehen weiter, Tagesziel ist der Camping Paradiso, denn wir wollen entsorgen und duschen! Nach einigem Hin und her dürfen wir auf einem Platz nebeneinander stehen, aber nur für eine Nacht und zahlen unterschiedliche Preise. Der Acsiausweis gilt nur ab zwei Nächten. Egal, wir richten uns ein und genießen die warme Dusche.



Sonntag, 13.10.24, El Campello
Wir finden in der Nähe von Alicante einen (Park-)platz direkt am Meer. Es ist keine offizielle Zufahrt vorhanden, aber ein Womo steht schon dort. Also richten wir uns mit Meerblick ein für zwei oder drei Nächte. Es gibt keinen Strand, nur einen Spazierweg steil bergab. Dennoch ist die Stimmung schön, Meeresrauschen, wunderbarer Sonnenuntergang, Herz was willst du? Meer;))



Heute probieren wir Hefe-Zimt-Mandelschnecken im Omnia aus. Das gelingt gut!!
Montag, 14.10.24, Alicante
Die Tram fährt uns nach Alicante. Zunächst steuern wir den Mercado an, denn wir wollen den echten Markt erleben. Auf dem großen Platz verlockt uns ein Lokal zum Frühstück. Gestärkt erkunden wir anschlißend das Angebot im Mart. Natürlich gibt es den berühmten spanischen Schinken in allen Qualitäten. 150 € für ein Kilo erscheint uns doch ein wenig teuer. Der Verkäufer erklärt geduldig (auf spanisch) die Qualität und wir kaufen eine Scheibe dieser Kostbarkeit und eine zweite, die nur unwesentlich billiger ist.
Manfred entdeckt eine Wermuteria in der Markthalle und lädt uns zu einem Aperitivo ein.





Weil wir unbedingt eine Kühlbox kaufen wollen machen wir uns auf den Weg zu einem Einkaufszentrum, wo solche Dinge angeboten werden. Leider erfolglos.
Obwohl laut Internet das Museum der Illusonen auch Montags geöffnet sein soll, bekommen wir von der Touriinfo eine andere Aussage. Also verschieben wir den Besuch auf morgen.



Beim Bummel durch die Stadt bewundern wir die 6,5 Millionen Marmorsteinchen, die auf der Promenade zu einem Wellenmuster verarbeitet sind.
Belohnung für die vielen Kilometer durch die Straßen der Stadt gibt es als Tapas in „unserem“ Lokal, die Cerveceria La Rondonda.

Im Womo produzieren wir ein Video, wie sich Manfred den teuren Schinken schmecken läßt.!
Dienstag, 15.10.24, Alicante
Zunächst müssen wir frühstücken im La Rotonda, dann heißt es nochmal den leckeren Truffelo-Käse kaufen im Mercado. So nebenbei landen vier Thunfischsteaks im Beutel. Diese schleppt Martina im Rucksack durch die Hitze. Der Besuch im Museum der Illusionen ist ein besonderes Erlebnis und begeistert uns. Die Männer wollen sich im Ozeanrace umschauen. Weil wir, Martina und ich, uns nicht für diese Technik so sehr interessieren trinken wir Sangria im Schatten, schließlich sind wir in Spanien!
Nochmal im La Rotonda freut sich die Bedienung auf uns und wir stellen fest, dass sie aus Armenien kommt. Da gerate ich ins Schwärmen, habe Tränen in den Augen vor lauter Erinnerungsfreude. Sie freut sich, als ich ihr von meinem Besuch im Kloster Tatev und der beeindruckenden Seilbahnfahrt erzähle. Der Abschied gerät ebenfalls tränenreich, na so was.:)
Mittwoch, 16.10.24
Nicht weit weg von Alicante finden wir nach ausgiebigem Einkauf samt Kühlbox (ohne 12-Volt-Anschluß) den angepeilten Park4night-Stellplatz. In der ersten Reihe zu stehen ist schön, jedoch ist dieser Strandabschnitt steinig und daher nur wenige Womos hier. Gut und ruhig! Wir ahnen den Grund, denn links befindet sich der Hundestrand und ein eingezäuntes Areal, wo die Haufen abgelegt werden können.



Wir spielen, bewundern den Sonnenuntergang und am Morgen den spektakulären Sonnenaufgang. Am Abend lässt der Wind nach und wir sitzen draußen, Urlaub pur!
Donnerstag, 17.10.24
Ein Ruhetag! Wir brökeln rum, lesen und so, nix Besonderes. Martina will den Umgang dem Omnia-Gerät üben und so backen wir einen Rührkuchen. Leider ist der Start etwas holprig, denn die Form war ohne den Untersatz auf dem Gas gelandet. So riecht es gleich sehr angebrannt. Leider wirkt sich der Brandgeschmack auf den ganzen Kuchen aus und wir müssen großzügig abschneiden. Dennoch: der Kuchen an sich ist gelungen, locker, gut aufgegangen, echt perfekt. Dass er Martinas Geschmack nicht trifft liegt an der Art des Kuchens. Ich glaube, dass Martina zukünftig eher Hefeschnecken mit Zimt oder Pizza zubereitet;).



Am Abend spazieren wir am Strand entlang zu den Hochhäusern und bekommen ein erstklassiges Abendessen. Kaninchen mussten dran glauben, auch Rindfleisch und Gemüse! Es war echt lecker, Manfred hat seit vielen Jahren mal wieder Karnickel gegessen. Zum Nachtisch gibt es den Kuchenrest mit Joghurt und Sahne, lecker!
Heute spielen wir Rummycup, zum Verdruss von Martina. Es gibt den üblichen Absacker, brauner Likör, der nach Lakritze schmeckt und in ähnlicher Form Mümmelmann heißt;)
Freitag, 18.10.24, La Marina
Wir brauchen Wasser, müssen entsorgen und buchen einen Platz auf dem Komfort-Stellplatz La Marina, der von Niederländern betrieben wird und sehr gepflegt ist. 13 €/Nacht, Strom extra ist angemessen. Der Platz ist voll, wir müssen bis 12 Uhr warten, dann dürfen wir einparken und die Stühle in die Sonne stellen! Erstmal alles an die Steckdose, was nach Ladung schreit. Wir richten uns ein, putzen und räumen, lesen und faulenzen,


Samstag, 26.10.24
Den Abend beschließen wir mit einer Runde Black Dog.
Samstag, 19.10.24, La Marina
Es gefällt uns hier, besonders auch, dass wir nun fast nebeneinander stehen können und so bleiben wir für drei Nächte.
Heute morgen werden wir von einem heftigen Knall aufgeschreckt. Nach erstem Blick rund ums Womo ist nichts zu erkennen, was den Krach verursacht haben könnte. Nachdem unser Kühlschrank ja schon einige Zeit seinen Dienst aufgekündigt hat, haben wir uns die ganze Zeit damit beholfen, Bierdosen einzufrieren und als Kühlpacks in die Box zu legen. Dabei war u. a. auch eine Dose Cola. Dieses braun gefärbte Zuckerwasser ist im Eisfach explodiert und hat den Knall verursacht! Überall braunes Eis, lecker, aber problemlos weg zu putzen. Merke: Nie Cola im Eisfach vergessen;)
Martina und ich radeln zum Einkaufen und bringen Beute mit: den örtlichen Mümmelmann. Abends spielen wir Black Dog.
Sonntag, 20.10.24, La Marina
Bernd und Martina sollten heute umsetzen, weil eine (nervige) Frau unbedingt neben ihren Freunden stehen wollte. Die Freunde selbst haben dann das Problem gelöst und ihre Sachen wie Pavillon, Räder etc. bei uns deponiert und den Abend sowieso bei Freunden im Ort verbracht haben.






Wir radeln zm nächsten Ort, der mit einem sehr schönen Strand aufwartet. Wir finden ein Lokal, welches offensichtlich von Einheimischen bevorzugt wird und lassen uns das Essen schmecken. Zurück wird wieder gespielt – zum Leidwesen von Bernd wieder Black Dog.
Montag, 21.10.24, Abschied und Rückreise
Mit etwas Wehmut verabschieden wir uns von Bernd un Martina. Wir hatten eine so schöne und wunderbare Zeit miteinander! Es hat so gut geklappt, die Gespräche, die ähnlichen Interessen, das gemeinsame Kochen und Essen, wunderbar und schreit nach Wiederholung.
Wir fahren heute ziemlich viel, wollen erst in Girona übernachten. Es läuft und wir stehen auf einem riesigen Stellplatz nahe der Innenstadt. Durch die anliegende Straße ist es am Abend nicht so ganz ruhig, in der Nacht aber still.
Dienstag, 22.10.24, Girona
Heute ist Markt, nahe der Innenstadt in einem Parkgelände. der Markt ist groß, alles wird angeboten. Obst und Gemüse, Süßes und Saures, Kaffee und Frühstück. Stoff, Kleidung, sogar echte Plagiate von Hilfiger, Nike, Lacoste und andere Marken. Männer, Frauen und Kinder könnten sich komplett einkleiden.




So nebenbei wir hier im Park ein Vergnügungspark für ein Volksfest aufgebaut.
Höchste Zeit, mit der Stadtbesichtigung zu beginnen. Zwei Kirchtürme grüßen von weitem, die Basilika Sankt Felix und die Kathedrale. In St. Felix sind bemerkenswert viele Sarkophage in den Seitenaltären untergebracht. Viele Treppen im Barockstil führen hinauf zur Kathedrale;( Das breiteste Kirchenschiff weltweit wird etwas geteilt durch die Orgel, die in der Mitte steht. Goldene Seitenaltäre sind zu bewundern. Ein wunderbarer Kreuzgang lädt zum Verweilen. Wir bummeln durch die malerische Altstadt, stärken uns mit Tapas und radeln wieder zum Womo.





Mittwoch, 23.10.24, Orange
Wir erreichen Orange, unser heutiges Etappenziel. Hier waren die Römer aktiv, es gibt ein riesiges Theater, das besterhaltendste nördlich der Alpen;). Es wird heute noch für Aufführungen genutzt. Und der Gang durch den Arc de Triumphe darf nicht fehlen.Auf dem privaten Stellplatz Air de Stationnement Particular finden wir ein schönes Plätzchen mit Hängematten, Spielplatz und einem netten Herrn, der uns gleich (teuren) Wein anbietet. Die „Wohnmobilruhestätte“ ist tatsächlich sehr ruhig;)




Donnerstag, 24.10.24,
Wir fahren bis Beaune. Es gibt einen relativ großen Stellplatz nahe der Altstadt und wir sind froh, dass wir so früh angekommen sind, denn andere Womobillisten kennen ihn auch.
Die Innenstadt ist nett anzusehen, es gibt sehr viele Häuser und Villen aus der Gründerzeit und früher. Riesige Domänen zeugen vom Reichtum der Winzer in Burgund. Da die Gegend eine ausgesprochene Weingegend ist, wollen wir den örtlichen Wein einkaufen und kosten, entscheiden uns jedoch für den preiswerteren von Lidl.

Schon beim Spaziergang in die Stadt fallen uns die vielen Hotels auf. Alljährlich finden hier Weinauktionen statt.
Die herausragende Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Hotel Dieu, ein ehemaliges Hospiz aus dem Mittelalter, benutzt bis 1971 und heute Museum. Die authentisch restaurierten Patientensääle geben einen guten Einblick in die Krankenbehandlung früherer Zeiten. Und das ganze Gebäude ist ein architektonisches Highlight. Besonders auch die Dachgestaltung mit farbenfrohen geometrisch verlegten Ziegeln!




Freitag, 25.10.2024
Wir kommen nach Metz und finden auch nach einem kleinen Umweg den Stellplatz an der Mosel. Mit den Rädern erkunden wir den alten Teil der Stadt und gelangen zur Kathedrale. sie gilt als eine der schönsten und größten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. Die Sonne steht günstig und lässt die wunderbaren Fenster im Licht erstrahlen. Besonders beeindruckend sind die Glasfenster, die von Marc Chagall entworfen worden sind. Ein Drache schnaubt Gott sei Dank kein Feuer – warum er einen Platz hier gefunden hat, erschließt sich uns nicht. (Nachgelesen bei wiki: Der Drache hauste in den Ruinen des röm. Amphitheaters und wurde vom Hl Clemens, dem ersten Bischof von Metz im 3. Jahrhundert vertrieben. bis ins 19. Jahrhundert gab es jährlich Drachenumzüge)






Zum Abschluß des Tages entdecke ich vor einer Boulangerie eine lange Schlange und erhoffe was Leckeres. Und tatsächlich, die Bäckerei bietet neben Broten in allen Varianten viele „süße Stückchen“! Und ich bekomme mein Eclaire, ohne das mein Besuch in Frankreich nicht komplett ist.



Samstag, 26.10.24
Über Wasserbillig gelangen wir wieder nach Mertloch und so endet diese Tour in die Sonne. Wir genießen, dass auch in der Eifel noch ein paar Sonnentage den Herbst verschönern.










