Die Piste nach Nata bis Francistown heißt A1 und ist mit vielen Potholes „gesegnet“.
In Francistown bummeln wir über die Haupteinkaufsmeile auf der Suche nach einem Tässchen Kaffee. Leider gibt es das nirgends, offenbar ist das keine Gepflogenheit. Der Markt mit den KleinhändlerInnen lockt uns viel mehr. Viele Frauen sitzen hier mit Kurbelnähmaschinen von Singer und produzieren die schönsten Kleider und Röcke aus den heimischen Stoffen. Ich bin entzückt und noch mehr, als ich in einer anderen Straße einen Fabrik-Store entdecke. Meine Beute: zwei mal ein Meter Stoff im heimischen Muster!


Von Francistown geht es zügig auf der A3 nach Nata. Das heißt, es sollte zügig gehen, aber die Wegstrecke ist derartig voller Potholes, dass wir nur langsam fahren können um nicht in den vielen Löchern einen Achsbruch zu riskieren.

Weit und breit sind keine Ansiedlungen zu sehen, dennoch gibt es entlang der Piste regelmäßig Bushaltestellen. Und doch, plötzlich sehen wir zwei Männer mit einem Ochsengespann ein Feld pflügen. Es sieht sehr anstrengend aus!
Und dann sehen wir endlich auch ein Dorf. Die Rundhütten sind inzwischen aus Stein gebaut, früher war das Material Lehm, der geformt und an der Sonne getrocknet wurde, danach mit flüssigem Kuhdung „angestrichen“.
Das Camp Nata Lodge ist echt schön. Viele Bäume und Büsche und noch mehr Sand! Im Roadbook steht ein Warnhinweis wegen der Sandpisten.

Heute Abend bekommen wir vom Veranstalter ein Dinner spendiert. Eine lange Tafel wird liebevoll gedeckt. Weißes Tischtuch, rote Mitteldecken, weiße und grüne Stoffservietten – luxuriös! Die Bedienungen sind sehr nett und freundlich. Es wird viel gelacht und erzählt und das Drei-Gang-Menue mundet. Salat als Vorspeise, Rumpsteak mit Fritten und Apfelkuchen mit Eis. (Für mich gab’s Pancake mit Gemüsefüllung)
